1988
Gesinnungsethik
Definition
"Gesinnungsethik" wurde gewählt, weil das Wort 1988 in politischen und gesellschaftlichen Debatten eine zentrale Rolle spielte. Es bezeichnet eine ethische Haltung, bei der das moralische Handeln vor allem an der inneren Überzeugung oder Gesinnung gemessen wird, unabhängig von den Folgen. Der Begriff stammt aus der Ethik und wurde besonders in Diskussionen um Verantwortung und Moral verwendet, etwa bei der Gesundheitsreform. Bedeutende Persönlichkeiten griffen den Begriff auf, um die Spannung zwischen Gesinnungsethik und Verantwortungsethik zu verdeutlichen.
Historischer Kontext
1988 war Deutschland von politischen Reformen und gesellschaftlichen Umbrüchen geprägt, darunter die kontroverse Gesundheitsreform. Die Debatte um Gesinnungsethik spiegelte die Suche nach einem ethischen Kompass wider, der innere Überzeugung und praktische Verantwortung in Einklang bringen sollte. International dominierten der Kalte Krieg und die Annäherung zwischen Ost und West die politische Landschaft, was ethische Fragen zusätzlich verstärkte.
Beispiel
„Die Diskussion um die Gesundheitsreform zeigt deutlich, wie sehr Gesinnungsethik und Verantwortungsethik in der politischen Praxis aufeinanderprallen.“ (Frankfurter Allgemeine Zeitung, 1988)