2017
alternative Fakten
Definition
"alternative Fakten" wurde gewählt, weil der Begriff Falschbehauptungen als scheinbar legitime Argumente darstellt und so die Grundlage für faktenbasierte Diskussionen untergräbt. Der Ausdruck stammt aus den USA und wurde 2017 durch Kellyanne Conway, Beraterin von US-Präsident Donald Trump, bekannt, die damit eine falsche Behauptung über die Besucherzahl bei Trumps Amtseinführung rechtfertigte. In Deutschland steht der Begriff seitdem als Symbol für die Verbreitung von Desinformation, besonders in sozialen Medien, und warnt vor der Gefährdung demokratischer Prinzipien durch die Verdrängung von Fakten durch manipulative Aussagen.
Historischer Kontext
2017 prägten politische Polarisierung und der Aufstieg populistischer Bewegungen die öffentliche Debatte weltweit. Die Diskussion um "alternative Fakten" entstand im Zusammenhang mit Trumps Amtseinführung und der kontroversen Behauptung zur Zuschauerzahl. In Deutschland und international rückten Themen wie "postfaktische" Politik und "Fake News" in den Fokus, wobei die Wahl des Begriffs als Unwort des Jahres die Bedeutung von Wahrheit und Fakten in demokratischen Diskursen hervorhob.
Beispiel
Kellyanne Conway, Beraterin von US-Präsident Donald Trump, bezeichnete die falsche Behauptung über die Größe des Publikums bei Trumps Amtseinführung als "alternative Fakten".