2000
national befreite Zone
Definition
"national befreite Zone" wurde gewählt, weil der Begriff zynisch und rechtsextremistisch Gebiete beschreibt, in denen Ausländer und Minderheiten durch Gewalt vertrieben werden. Er suggeriert fälschlich eine 'Befreiung' von nicht-nationalen Einflüssen und verherrlicht rechtsextreme Gewalt. Der Ausdruck wurde in den 1990er Jahren von Neonazis als Selbstbezeichnung für von ihnen kontrollierte No-Go-Areas genutzt und 2000 zum Unwort des Jahres gewählt, um auf die menschenverachtende Ideologie und den Zynismus hinter dem Begriff aufmerksam zu machen.
Historischer Kontext
Im Jahr 2000 war Deutschland von rechtsextremer Gewalt gegen Ausländer und Minderheiten betroffen, was die öffentliche Debatte über Integration und innere Sicherheit prägte. Der Begriff "national befreite Zone" wurde als Ausdruck dieser Problematik diskutiert und von der Unwort-Jury als besonders gefährlich eingestuft, da er Gewalt verharmloste. Die Wahl zum Unwort sollte das Bewusstsein für die Sprache des Rechtsextremismus schärfen und die Gesellschaft sensibilisieren.
Beispiel
"In einigen Stadtteilen haben sich sogenannte 'national befreite Zonen' etabliert, in denen Ausländer und Andersdenkende durch Einschüchterung und Gewalt vertrieben werden."